„Das könnte die Nacht sein“: Hat ein republikanischer Senator einen bevorstehenden US-Angriff auf den Iran angedeutet?

„Das könnte die Nacht sein“: Hat ein republikanischer Senator einen bevorstehenden US-Angriff auf den Iran angedeutet?

12. Januar 2026 0 Von Causevic

Der republikanische US-Senator Lindsey Graham hat bei einer Veranstaltung der Tzedek Association in scharfen Worten angedeutet, dass die USA bald gegen Iran militärisch vorgehen könnten.

Auch wenn seine Andeutung zeitlich nicht aufging – er stellte es so dar, als könnte es bereits „heute Nacht“ passieren – klang in seinen Aussagen durch, dass in Washington aus seiner Sicht längst eine grundsätzliche Entscheidung gefallen sei.

Graham sagte, es sei nur noch eine Frage der Zeit. Man müsse die Sache „zu Ende bringen“ – im Interesse „guter Menschen in Iran“, der USA und Israels. Den iranischen Machtapparat bezeichnete er als tyrannisch und erklärte, dieses System müsse beendet werden.

Dabei ging er noch weiter und sprach offen davon, die Führung um Ajatollah Ali Khamenei stürzen zu wollen. Khamenei müsse „gehen, stehend oder liegend“, so Graham sinngemäß. Sollte das gelingen, wäre das seiner Meinung nach die größte Veränderung im Nahen Osten seit vielen Jahrhunderten.

Zum Schluss behauptete er außerdem, mit einem Machtwechsel in Iran würden auch Gruppen wie Hamas und Hisbollah verschwinden.

Graham gilt außenpolitisch als jemand, der der Linie von Donald Trumps Umfeld nahesteht. Auch wenn es zu dem Zeitpunkt seiner Rede noch keinen Angriff gab, zeichnen seine Worte das Bild, dass Washington sich aus seiner Sicht in Richtung einer militärischen Intervention bewegt.